St. Pölten Dom Bischofsoratorium

Derzeit restaurieren wir das Bischofsoratorium im Dom in St. Pölten. Das bischöfliche Oratorium befindet sich im Obergeschoss des Kreuzgangtraktes und liegt über der Domsakristei. Der rechteckige Raum ist mit einer Stichkappentonne überwölbt, welche auf flachen Wandpfeilern lastet. Das Gewölbe ist mit Rankenstuck und stukkiertem Laubwerk ausgestattet, welches stilistisch in das erste Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts zu datieren ist. An den Gratverläufen der Stichkappen befinden sich Rosenblüten. Der Nullflächenputz des Gewölbes wurde in feuchtem Zustand mit einem Nagelbrett oder Rutenbündel gestupft, sodass eine perforierte Oberfläche entstand. In der Gewölbemitte ovales Fresko mit einer Darstellung Mariens mit dem Jesukinde

Der Raum vor der Restaurierung. Wand- und Deckenflächen waren stark verschmutzt, die Wände waren zwischenzeitlich mehrmals mit Dispersionsfarbe gestrichen worden.
Der Raum vor der Restaurierung. Wand- und Deckenflächen waren stark verschmutzt, die Wände waren zwischenzeitlich mehrmals mit Dispersionsfarbe gestrichen worden.
Eine Besonderheit des barocken Stuckes ist der gelochte Fond, der mit einem Nagelbrett oder Rutenbündel hergestellt wurde, das man in den noch weichen Putz drückte.
Eine Besonderheit des barocken Stuckes ist der gelochte Fond, der mit einem Nagelbrett oder Rutenbündel hergestellt wurde, das man in den noch weichen Putz drückte.
Die Raumschale wurde mit Sumpfkalkfarbe gefasst. Das Foto zeigt das Herauslegen des Fonds.
Die Raumschale wurde mit Sumpfkalkfarbe gefasst. Das Foto zeigt das Herauslegen des Fonds.
Herauslegen des Fonds
Herauslegen des Fonds
Das Gewölbe nach Abschluss der Restaurierung.
Das Gewölbe nach Abschluss der Restaurierung.
Der Raum nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten.
Der Raum nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten.

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